Leserbriefe
Hier werden Leserbriefe, auf Wunsch auch anonym
veröffentlich.
Die Verfasserinnen der Leserbriefe sind dem Vereinsvorstand bekannt.
Hinweis: Die Leserbriefe geben
die Meinung der Verfasserinnen wieder.
Eine Übereinstimmung mit den bkn-Zielen muss nicht gegeben sein.
Ab dem 1.Kind unter 3
Jahren
in der Gruppe sollte eine 2.Kindergärtnerin, aber auf alle Fälle eine
2.Kinderbetreuerin
oder eine Stützkraft eingesetzt werden.
Alles andere ist Wahlwerbung
auf Kosten der Jüngsten.
Offener Brief an Dr.Freiler: Gerne
nehmen wir Stellung zu ihrem Schreiben vom
17.10.2007 und können ihre
These der „nachhaltig positiven Effekte“ dieser geplanten Veränderung nicht
befürworten, vielmehr sehen
wir die Qualität der
Niederösterreichischen
Landeskindergärten gefährdet.
Als fachlich qualifizierte und
engagierte PädagogInnen möchten wir folgende Punkte kritisch anmerken.
Ad 2: Neu:
eigene Gruppe für Kinder von
2,5 und 3 Jahren.
Den Einsatz einer Kinderbetreuerin erst ab dem 13. Kind halten wir für grob
fahrlässig. Die Formulierung ist unklar hinsichtlich der Betreuungssituation bis
zum 12. Kind unter 3
Jahren.
Ad 4: Leitungsstunden ab der
5.Gruppe
Die Anzahl der Leitungsstunden ist viel zu gering,
d.h. die Wahrnehmung von Leitungsaufgaben ist kaum möglich. Platitüden wie
„vorbildliche Flexibilität und Leistungsbereitschaft“ sind geradezu zynisch.
Vielmehr handelt es sich bei
dieser Aufgabe um eine mittlere Managementfunktion.
Ad 5: Entlastung der LeiterInnen:
Von einer Entlastung der Leiterin durch eine Springerin im eigenen Haus kann
nicht die Rede sein, da die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen in Häusern dieser
Größe statistisch gesehen relativ hoch sind. Vorausschauende Planung ist somit
für die Leitung kaum möglich.
Ad 9:
Ergänzend regen wir die
Implementierung eines Konsiliarteams an
- bestehend aus
Kinderpsychologen, Kinderarzt,
Therapeuten,
damit spezielle Fälle
(Integrationskinder,
Gruppensituation) fachlich begleitet
werden können.
Abschließend ist es uns noch ein
besonderes Anliegen darauf hinzuweisen, dass die fachliche Qualifikation von
Stützkräften für die Begleitung integrativer Situationen unzureichend ist. Um
die sonderpädagogische Arbeit im NÖ-Landeskindergarten
zu sichern,
besteht hier aus unserer Sicht
dringend Handlungsbedarf
!
Mit freundlichen Grüßen – Eine
Gruppe von fachlich qualifizierten und engagierten Pädagoginnen
Bitte auf jeden Fall eine zweite
Betreuerin in jede alterserweiterte Gruppe
!!!
Kleinkindergruppen mit der
richtigen Ausstattung und genügend Personal (3Kinder /
1 Erwachsener)
sind vertretbar. Qualität vor
Quantität.
Und wieder einmal sind die Männer
entlastet. Alle 2
1/2 Jährigen in die Großgruppe und
keine Karenzzeit für Väter
?
Kann man den Medien glauben,
dann ist es eine Errungenschaft: Kostenloser Kindergartenplatz für Kinder von
2,5 Jahren
bis Schuleintritt in
Niederösterreich, bei bedarfsgerechten Öffnungszeiten.
Wieso spart man auf Kosten der
Kinder beim Personal? Auch das sind Arbeitsplätze.
Ich bin gut ausgebildet, engagiert
und gut im Beruf.
Ich bin jung, fit, humorvoll und
gesund.
Ich habe zwei Hände, zwei Füße, zwei
Arme und zwei Augen.......und ich werde es trotzdem nicht schaffen,
bei 20 Kindern, davon 4
Kinder unter 3
Jahren
und ohne zusätzliches Personal alle Kinder optimal zu betreuen und zu fördern.
Solche gesetzlichen Entscheidungen werden von Leuten (Politiker, meist männlich)
getroffen, die keine Ahnung von der Arbeit mit Kindern in einer Kindergruppe
haben. Ich lade diese Unwissenden zu einer Praxiswoche ein. 20 Kinder
/ 4
Kinder unter 3
Jahren / Wickelkinder /
fordernde Vorschulkinder und 17 Essenskinder. Wer zeigt mir vor wie’s geht
???
Niederösterreichs Vorreiterrolle
auf Kosten der Jüngsten
?
Zu meiner Studienzeit bezeichnete
man die 4 jährigen Kinder als gruppenfähig. Mit ca. 3 Lebensjahren muss das Kind
sein ICH entwickeln und erst dann kann es den Schritt zum DU machen. An den
entwicklungspsychologischen Erkenntnissen hat sich diesbezüglich nichts
geändert. Warum man jetzt die 2,5
Jährigen Kinder in der Großgruppe als
Errungenschaft darstellt ist mir nicht erklärlich.
Ich beobachte auch eine
Verunsicherung der jungen Eltern. In meiner täglichen Praxis erlebe ich Eltern,
die meinen, ihr 2jähriges Kind wolle schon in eine Kindergruppe. Wird so das
schlechte Gewissen beruhigt
?
Eine einfache Rechnung: Früher in
die Fremdbetreuung in der Großgruppe
= früher wegen einer
Persönlichkeitsstörung zum Kinderpsychologen.
Eltern sollten in Zukunft mehr auf
die Qualität der Kinderbetreuung achten. Ist genügend Personal und Platz
vorhanden? Personal für die persönliche Zuwendung, Platz für die Bewegung. Ich
danke ihrem Verein für das Engagement.
Ein Gesetz, gemacht von Männern und
Frauen, die ihre eigenen Kinder vernachlässigen
!
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