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Offener Brief
zur
Presse-Aussendung
bzw. der Pressekonferenz des Österreichischen Gemeindebundes und deren
Präsidenten Helmut Mödlhammer
Gemeinden lehnen Akademisierung der Kindergartenpädagoginnen ab
Gemeindebundpräsident Mödlhammer hält die Debatte um die Akademisierung
von KindergartenpädagogInnen für überflüssig.
Meint Präsident Mödlhammer auch, dass es überflüssig
ist darüber nachzudenken, warum noch immer so viele Kinder mit 14 nicht
sinnerfassend lesen und schreiben können und warum es immer noch nicht
gelungen ist, die Bildungskarrieren von Kindern von denen der Eltern zu
entkoppeln? Hat er jene Studien gelesen, die belegen, dass für zu viele
Kinder die Bildungskarriere mit dem Eintritt in die Schule auch schon
wieder beendet ist, weil der Start misslungen ist!
Die österreichische Regierung hat erkannt, dass
allen Kindern – auch jenen die nicht in eine fürsorgliche und gebildete
Familie hineingeboren werden - ein guter Start in das Schul- und
Berufsleben ermöglicht werden muss und hat aus diesem Grund das
verpflichtende Kindergartenjahr eingeführt.
Der Kindergarten als elementare
Bildungseinrichtung braucht bestens ausgebildete PädagogInnen.
„Die Ausbildung von PädagogInnen für
Kinderbetreuungseinrichtungen soll frühestens mit 18 Jahren beginnen und
mindestens 3 Jahre dauern.“ Diese Mindestanforderung an die Ausbildung von
PädagogInnen wurde als Zielvereinbarung 1996 in einem Zielkatalog vom
EU-Netzwerk „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ festgelegt. Zur
Umsetzung waren 10 Jahre anberaumt – also 2006!
Die meisten EU-Länder haben sich daran gehalten und
ihre Ausbildungen verändert - Österreich nicht!
Wir sind mittlerweile gemeinsam mit Malta das
einzige EU-Land, das seine PädagogInnen für den ersten Bildungsabschnitt
im Leben jedes Kindes auf der Sekundarstufe ausbildet und das einzige Land
weltweit, das meint, dass es möglich ist, 14 Jährige zu PädagogInnen
auszubilden.
Die Kindergartentante gibt es nicht mehr!
Das „neue“ Berufsverständnis, das sich in den
letzten 2 Jahrzehnten herausgebildet hat, hat wenig mit dem zu tun, was
sich viele Bürgermeister vorstellen!
Die Tante, die ein bisschen mit den Kindern spielt,
bastelt und singt gibt es nicht mehr.
Die Erkenntnis hat sich durchgesetzt, dass Bildung
lange vor der Schule beginnt und dass es deshalb wichtig ist, für die
Jüngsten der Gesellschaft die bestqualifiziertesten Kräfte auszubilden.
Österreichs KindergartenpädagogInnen gehen
nicht in den Beruf
Ein Großteil der AbsolventInnen der bisherigen
Ausbildung an der 5-jährigen BAKIP (zwischen 80% in den großen Städten und
40% am Land) üben ihren Beruf nicht aus. Sie haben in ihrer Ausbildung
gelesen, gehört und erlebt, welche Aufgaben sie zu bewältigen haben. Viele
19-Jährige fühlen sich überfordert, erstverantwortlich für die weitere
Bildungs- und Berufslaufbahn von Kindern zu sein und das zu einem
schäbigen Gehalt und unter unzureichenden Rahmenbedingungen.
Wenn Gemeindebundpräsident Mödlhammer meint, dass es
wichtiger wäre darüber nachzudenken, „wie wir die hohe Qualität und die
guten Standards halten können“, dann kann er damit wohl nicht die
Kinderbetreuungseinrichtungen meinen! Wir sind meilenweit von den national
und international geforderten Qualitätsstandards entfernt - die
Ausbildung, aber auch die Rahmenbedingungen betreffend!
Entbehrliche Zurufe
Wir von der Plattform EduCare wollen den Herren und
Damen Bürgermeister nicht erklären, welche Qualifikation sie für ihren
sicherlich herausfordernden Beruf brauchen.
Wir wollen aber auch nicht, dass uns erklärt wird,
welche Ausbildung für KindergartenpädagogInnen die geeignetste ist und
daher halten wir solche Zurufe für entbehrlich.
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Aussender |
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Plattform
EduCare |
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Postadresse:
Krausegasse 7a/10
1110 Wien
ÖSTERREICH
Telefon: +43 (664) 73592265
Faxnummer: +43 (1) 7485469
E-Mail:
Pressedienst@Plattform-EduCare.org
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Kontaktdaten |
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Name
Mag.a Dr.in
Heidemarie Lex-Nalis, |
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Funktion:
Koordinatorin der
Arbeitsgruppe Aus-, Fort- und Weiterbildung und Mitglied der
Steuergruppe der Plattform EduCare
Adresse:
1110 Wien, Krausegasse
7a/11
Telefon:
+43 (664) 4634580
E-Mail:
Heide.Lex-Nalis@Plattform-EduCare.org
Internet:
http://www.plattform-educare.org/mitgliederdetails2.htm#Lex-Nalis
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Firmenportrait |
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Die Plattform
EduCare versteht sich als
Arbeitsgemeinschaft
von Pädagoginnen und Pädagogen, Trägerorganisationen,
Interessensgemeinschaften sowie von Eltern und engagierten
Einzelpersonen aus dem elementaren und außerschulischen
Bildungsbereich
Hinter der
Plattform EduCare steht keine staatliche, kirchliche, politische
oder private Organisation. Sie wird getragen vom gemeinnützigen
Verein zur Förderung der
Elementarpädagogik.
Die Koordination des Netzwerkes der Plattform EduCare wird vom
Steuerteam
wahrgenommen.
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